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Dimensionen - 94. Kunsthistorischer Studierendenkongress in Hamburg

Call for Papers

Was sind Dimensionen? Der Begriff Dimension wird im Sprachgebrauch häufig als abstrakte Umschreibung eines großen Kontextes verwendet. Er berührt die Grenzen unserer beschreibbaren Welt und kann sie sogar überschreiten, wodurch er selbst zum schwer definierbaren Abstraktum wird. Es handelt sich bei dem Begriff semantisch zum Einen um die Ausdehnung bzw. Abmessung eines Körpers in Länge, Breite und Höhe und zum Anderen kann mit Dimension auch das Ausmaß bzw. die Intensität einer Sache umschrieben werden. Harmonie oder Dissonanz von Größenverhältnissen, Perspektive, die Beziehung von Objekt zum Betrachter und Raum oder der Wechsel zwischen zwei- und dreidimensionalen Medien sind nur einige Beispiele für die Auseinandersetzung mit dem Begriff in der Kunst seit der Antike. Dies führt etwa zu der Frage, inwiefern sich Kunst und Wissenschaft gegenseitig beeinflussen. Seit der Moderne ist der Begriff besonders durch eine Auflösung der Form sowie konstruktivistische oder konzeptuelle Ansätze gekennzeichnet. Die Dimension der Zeit kann im Kontext der Parameter Bewegung oder Narration etwa Gegenstand der Fotografie, Performance oder Videokunst sein. Projektbezogene Themenbereiche, beispielsweise im Hinblick auf politische Ikonographie, Konzeptkunst oder Ausstellungsformen, stellen Fragen nach der gesellschaftspolitischen oder moralisierenden Dimension eines Werks. Als Kennzeichnung des Monumentalen ist der Begriff gattungs- und epochenübergreifend Kriterium der Architektur, Skulptur oder Installation. Nicht zuletzt wird unsere sinnesübergreifende Auffassungsgabe besonders durch die digitale Welt vor neue Herausforderungen gestellt. Inwiefern können die Perspektiven der Neuen Medien mit den traditionellen kunsthistorischen Methoden und Begriffen erfasst werden?